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Amateurfunk-VM (Linux Mint auf Proxmox pve)

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Stand: 11.10.2026. Linux Mint 22.3 Cinnamon als virtuelle Maschine für Amateurfunk, SDR, WebSDR und Flugzeugüberwachung. Ziel: später auf den iMac (2017, Intel, ohne T2-Chip) umziehen, wo Mint das einzige Betriebssystem werden soll.

Überblick

Eigenschaft Wert
Proxmox-Gast VM 120 mint-ham auf pve (192.168.192.3)
Adresse 192.168.192.111 (DHCP), Rechnername Mint-Ham
System Linux Mint 22.3 Cinnamon (Ubuntu 24.04 „noble“), Sprache Deutsch, Tastatur German, Zeitzone Berlin
Ausstattung 4 Kerne (CPU host), 8 GB RAM (kein Ballooning), 80 GB virtio-Platte, UEFI/q35, QEMU-Gastagent
Speicher NFS nas (NAS 192.168.192.2, /volume1/Proxmox)
Autostart ja (onboot=1)
Benutzer norbert (Mitglied in dialout, plugdev, audio, sudo)
Zugang SSH mit dem Schlüssel des MacBook; sudo ohne Passwort (siehe „Aufräumen“)

Geräte

Gerät Anbindung Software / Hinweis
Icom IC-7100 USB (CP210x, CAT + Audio) Hamlib-Modell 3070 (Stable), CI-V-Adresse 0x88
Yaesu FTX-1 USB (CP210x, CAT + Audio) Hamlib-Modell 1051, in Hamlib noch Beta – erst mit dem echten Gerät testen
Retevis RT3S (OpenGD77) USB CPS-Software läuft unter Wine/Mono; zum Flashen Update-Modus, USB per Port durchreichen (USB-ID wechselt im Bootloader)
HackRF H4M + PortaPack (Mayhem) USB hackrf-tools, SoapySDR, udev-Regeln gesetzt; H4M-Image der Mayhem-Firmware verwenden

Status 11.10.2026: Die Geräte sind noch nicht an pve angeschlossen und daher nicht durchgereicht. Sobald sie stecken: USB-Passthrough in der VM-Hardware (Port-Zuordnung bevorzugt). Bis dahin zeigt readsb „activating“, weil kein SDR vorhanden ist.

Installierte Software

  • Rig-Steuerung: Hamlib 5.0 (git, aus dem Quellcode gebaut), weil die Distro-Version den FTX-1 nicht kennt (rigctl -l | grep -i FTX); installiert unter /usr/local
  • Digimodes und Logbuch: Fldigi, Flrig, Flmsg, Flamp, WSJT-X, JS8Call, Direwolf, QSSTV, CQRLOG, GPredict, Xastir, Pat (Winlink), CHIRP
  • SDR: GQRX, GNU Radio, SoapySDR (HackRF, RTL-SDR), hackrf-tools
  • WebSDR: OpenWebRX+ (siehe unten)
  • Flugzeuge: readsb + tar1090 (ADS-B 1090 MHz)
  • OpenGD77: Wine 9 und Mono (CPS-Software von opengd77.com manuell laden)

Nicht im Mint-Repository vorhanden: fldigi-doc, tqsl (unkritisch).

OpenWebRX+ (WebSDR)

  • Paketquelle: luarvique.github.io/ppa/noble (für Ubuntu 24.04 als experimentell gekennzeichnet; das Ubuntu-22.04-Repo ist nicht installierbar, es verlangt Python < 3.11)
  • Empfänger hackrf mit 13 Profilen:
Profil Bereich Start
Mittelwelle Rundfunk 0,53–1,7 MHz 1000 kHz AM
160 m / 80 m / 60 m / 40 m 1,5–7,5 MHz 3700 kHz LSB
30 m / 20 m 9,7–14,7 MHz 14200 kHz USB
17 m / 15 m 17,7–21,7 MHz 21200 kHz USB
12 m / 11 m CB / 10 m 24,8–29,8 MHz 27065 kHz FM
6 m 49–53 MHz 51000 kHz USB
4 m 69,25–71,25 MHz 70250 kHz FM
UKW-Radio (2 Profile) 87,5–97,5 und 98,5–108 MHz WFM
2 m + Freenet 143,5–149,5 MHz 145500 kHz FM
70 cm 430–440 MHz 433500 kHz FM
PMR446 445–447 MHz 446006 kHz NFM
23 cm 1286–1306 MHz 1296500 kHz USB
  • Lesezeichen (19): CB-Kanäle 1/9 (Notruf)/14/19/40, Freenet-Kanäle 1–6 (149,025–149,0875 MHz), PMR446-Kanäle 1–8
  • Grenzen: Das HackRF liefert nur ein Profil gleichzeitig. Unter 30 MHz ist es ohne Upconverter deutlich unempfindlicher als auf VHF/UHF. Bei hohen Samplerates (10–20 MS/s) sind in der VM Sample-Aussetzer möglich; Abhilfe: kleinere Samplerate im Profil.
  • Admin-Konto: noch nicht angelegt. Anlegen mit sudo openwebrx admin adduser <name> (fragt das Passwort interaktiv ab).
  • Nicht enthalten: DAB+, Kurzwellen-Rundfunk, Flugfunk (nicht gewünscht/gefragt)

Flugzeugüberwachung

  • Karte: http://192.168.192.111/tar1090/ (Webserver lighttpd, Port 80)
  • Quelle: readsb per SoapySDR, für das HackRF in /etc/default/readsb eintragen: –device-type soapysdr –device driver=hackrf
  • Antenne für 1090 MHz erforderlich. Das HackRF ist gleichzeitig nur für OpenWebRX+ oder ADS-B nutzbar, nicht für beides.

Setup-Skript

Alle Schritte stehen in einem wiederholbaren Skript mint-hamradio-setup.sh mit Modulen: base, hamlib, digimodes, sdr, hackrf, openwebrx, adsb, gd77, udev. Aufruf: sudo bash mint-hamradio-setup.sh [Modul …], ohne Angabe laufen alle. Es ist idempotent und für den iMac gedacht. Ablageort: Home-Verzeichnis von norbert auf der VM (~/mint-hamradio-setup.sh); Protokolle ~/setup-*.log.

Umzug auf den iMac (2017)

Empfehlung: keinen Platten-Klon der VM, sondern frische Installation:

  1. Linux Mint 22.x auf den iMac installieren (macOS komplett ersetzen; Boot-Auswahl mit der Optionstaste, Installations-Stick).
  2. ~/ der VM sichern (Konfigurationen, Logbuch, Codeplug) und auf den iMac zurückspielen.
  3. mint-hamradio-setup.sh ausführen.
  4. Geräte direkt am iMac anschließen (besseres USB für SDR und Audio als in der VM).

Hinweis zur Hardware: Der iMac 2017 hat keinen T2-Chip (den hat nur der iMac Pro 2017 und der 27„-iMac 2020). macOS-Updates endeten dort mit Ventura (13), Sicherheitsupdates seit Herbst 2025 nicht mehr.

Aufräumen / offene Punkte

  • Passwort des Benutzers norbert ändern (bei der Einrichtung wurde ein Behelfspasswort verwendet).
  • Sudo ohne Passwort entfernen, wenn kein Fernzugriff mehr nötig: sudo rm /etc/sudoers.d/90-ham-setup.
  • Autorisierten SSH-Schlüssel in ~/.ssh/authorized_keys entfernen, wenn nicht mehr gewünscht.
  • USB-Geräte an pve anschließen und durchreichen, danach Rig-Tests (rigctl -m 3070 …, rigctl -m 1051 …).
  • OpenWebRX+-Admin anlegen, Antennen und Verstärkung (Gain) im Admin-Bereich einstellen.
  • Verwaiste Platte nas:110/vm-110-disk-0.raw (8 GB) gehört zu keiner VM; nicht angefasst.

Hinweise zur Einrichtung (11.10.2026)

  • NFS-Schreibrechte: Der NAS-Export /volume1/Proxmox bildet alle Zugriffe auf UID 1024/GID 100 ab (all_squash). Die Verzeichnisse gehörten root und waren nicht beschreibbar, daher schlug das Anlegen der VM zunächst fehl. Behoben mit chown 1024:100 auf images, dump, template, template/iso, private, snippets, import (nicht rekursiv).
  • ISO: linuxmint-22.3-cinnamon-64bit.iso (3,09 GB) vom Mirror mirrors.kernel.org geladen, SHA-256 gegen sha256sum.txt geprüft; liegt unter nas:iso/. Das Laufwerk der VM ist nach der Installation leer.
  • Installer: Bedienung über die noVNC-Konsole; die Passwort-Eingabe erfolgte durch den Benutzer.
amateurfunk/linux_mint_vm.txt · Zuletzt geändert: von nbadm

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